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Episodes
Menschen und Glauben entwickeln sich! Und immer mehr Christen stellen fest, dass ihr Glaube nicht mehr passt.
Er muss sich weiterentwickeln, sonst wird er unrelevant, kraftlos oder geht verloren.
Movecast will Umzugshelfer sein, damit Menschen mit ihrem Glauben ein neues Zuhause finden.
Und wie bei jedem Umzug, muss man sich die Frage stellen:
Was nehme ich mit?
Was entsorge ich?
Was schaffe ich neu an?
Genau um diese Fragen geht es bei Movecast!
Episodes

Jan 27, 2017
Jan 27, 2017
21 min
Viele Gemälde und so gut wie alle Filme über Jesus und die Jünger zeigen diese Jünger als erwachsene Männer zwischen 25 und 50, teilweise mit ergrauten Schläfen. Nichts liegt der historischen Wahrheit ferner! Sie waren allesamt Teenager, die zwischen 15-18 Jahren waren. Was wir vor diesem Hintergrund über Jüngerschaft und Nachfolge lernen, das will dieser Podcast deutlich machen. Wenn Jesus dich als seinen Jünger oder seine Jüngerin beruft, dann glaubt er, dass du das Zeug dazu hast, all das zu tun, was er getan hat.
Die typischer jüdische Karriere:
In der Mischna erfahren wir: »Mit fünf Jahren [ist man geeignet] zum Bibellesen, mit zehn Jahren zur Mischna, mit dreizehn Jahren für die Gebote, mit fünfzehn Jahren für den Talmud, mit achtzehn Jahren für das Brautgemach, mit zwanzig Jahren [einen Beruf] zu erstreben, mit dreißig Jahren, zur Stärke, mit vierzig Jahren zur Einsicht, mit fünfzig Jahren zum Rat[geben], mit sechzig Jahren zum Alter, mit siebzig Jahren zum Greisenalter, mit achtzig Jahren zum hohen Alter, mit neunzig Jahren zum Gebeugtsein, mit hundert Jahren [ist man] wie ein Toter, fortgegangen und verschwunden aus der Welt.« (Abot V.21) Aus Robert Jütte, Leib und Leben im Judentum, Jüdischer Verlag im Suhrkamp Verlag, 2016
Ein Jünger
- war ständig bei Jesus: Mk.3,13ff Danach stieg Jesus auf einen Berg. Einige Männer hatte er aufgefordert mitzukommen; und sie waren mit ihm gegangen.
14-15 Zwölf von ihnen erwählte er zu Aposteln. Sie sollten ständig bei ihm bleiben und von ihm lernen. Er wollte sie mit dem Auftrag aussenden, die Botschaft von Gott zu predigen und Menschen von der Macht der Dämonen zu befreien.
- folgt ihm nach: Mk.1,16 Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er zwei Fischer, die auf dem See ihre Netze auswarfen, Simon und seinen Bruder Andreas. 17 Jesus sagte zu ihnen: »Kommt, folgt mir nach! Ich will euch zu Menschenfischern machen.« 18 Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.
- macht alles, was sein Rabbi tut: Joh.13, 13 Ihr nennt mich Rabbi und Herr. Das ist auch in Ordnung so, denn ich bin es ja. 14 Wenn nun ich, der Herr und der Rabbi, euch die Füße gewaschen habe, dann seid auch ihr verpflichtet, euch gegenseitig die Füße zu waschen. 15 Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit ihr genauso handelt.
Warum die Jünger so jung waren:
- Mt.10,42 Und wer einem dieser Kleinen auch nur einen Becher kalten Wassers zu trinken gibt, weil es ein Jünger ist, wahrlich, ich sage euch: Er wird nicht um seinen Lohn kommen.
- Mt.20,20 Da trat zu ihm die Mutter der Söhne des Zebedäus mit ihren Söhnen, fiel vor ihm nieder und wollte ihn um etwas bitten. 21 Und er sprach zu ihr: Was willst du? Sie sprach zu ihm: Lass diese meine beiden Söhne sitzen in deinem Reich, einen zu deiner Rechten und den andern zu deiner Linken.
- Mt.17,24 Als sie nach Kafarnaum kamen, traten die Beauftragten für die Tempelsteuer3 zu Petrus und fragten: "Zahlt euer Rabbi eigentlich keine Tempelsteuer?"25 "Natürlich!", sagte Petrus. Doch als er dann ins Haus kam, sprach Jesus ihn gleich an: "Was meinst du Simon, von wem erheben die Könige der Erde Zölle oder Steuern? Von ihren eigenen Söhnen oder von den anderen Leuten?"26 "Von den anderen Leuten", sagte Petrus. Da sagte Jesus zu ihm: "Also sind die Söhne davon befreit.27 Damit wir sie aber nicht vor den Kopf stoßen, geh an den See und wirf die Angel aus. Öffne dem ersten Fisch, den du fängst, das Maul. Dort wirst du einen Stater4 finden. Nimm ihn und bezahle damit die Tempelsteuer für mich und für dich."
Mehr Infos:
https://www.thattheworldmayknow.com/rabbi-and-talmidim
https://www.thattheworldmayknow.com/category/Audio (Age of the disciple)

Jan 17, 2017
Jan 17, 2017
19 min
Ob Jesus verheiratet war ist ein umstrittenes Thema. Immer wieder sorgt diese Frage für Stoff in Filmen oder Romanen. Hatte er eine Liebschaft mit Maria Magdalena? Kannte Jesus Sexualität mit einer Frau? In dieser Episode von Movecast gehe ich genau dieser Frage nach und versuche anhand von zwei wichtigen Argumentationssträngen aufzuzeigen, warum es sehr plausibel ist, dass Jesus tatsächlich geheiratet hat. Und gleichzeitig zeige ich, dass er doch nicht verheiratet war, als er anfing das Reich Gottes zu verkündigen, denn inzwischen war er bereits verwitwet.
Der Text von Schalom Ben Chorin findet sich unter folgender Quelle: Neues Lexikon des Judentums, hrsg. von J.H. Schoeps, Gütersloh/München 1992, S.228f
Wichtige Bibelstellen dieses podcast:

Jan 10, 2017
Jan 10, 2017
21 min
In diesem Podcast formuliere ich das letzte ethische Prinzip: das Prinzip der Würde. Ein entscheidender Leitgedanke für unser Verhalten ist die Frage, ob es Würde herstellt, Würde schützt oder entwürdigt, demütigt, manipuliert und verletzt. Dieses Prinzip hat seinen Beginn im Garten Eden und findet seine Fortsetzung im Handeln und Heilen Jesu. Und ich zeige auf, warum der "goldene Kreis" so relevant ist für das Thema Ethik oder Moral.
Wichtige Bibelstellen:
- Gen.1,27 So schuf Gott die Menschen nach seinem Bild, als Gottes Ebenbild schuf er sie und schuf sie als Mann und als Frau.
- Mt.23,2 Richtet euch daher nach allem, was sie euch sagen, und befolgt es. Doch richtet euch nicht nach dem, was sie tun; denn sie reden zwar, handeln aber nicht danach.
- Mt.23,23 Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer! Ihr Scheinheiligen! Sogar von Küchenkräutern wie Minze, Dill und Kümmel gebt ihr Gott den zehnten Teil. Aber die viel wichtigeren Forderungen Gottes nach Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Glauben sind euch gleichgültig. Doch gerade darum geht es hier: Das Wesentliche tun und das andere nicht unterlassen.
- Mk.5, 33 Die Frau aber fürchtete sich und zitterte, denn sie wusste, was an ihr geschehen war; sie kam und fiel vor ihm nieder und sagte ihm die ganze Wahrheit. 34 Er aber sprach zu ihr: Meine Tochter, dein Glaube hat dich gesund gemacht; geh hin in Frieden und sei gesund von deiner Plage!
Der goldene Kreis von Simon Sinek:
https://gumroad.com/l/GoldenCircle#

Jan 1, 2017
Jan 1, 2017
21 min
Paulus schreibt, dass der Geist lebendig macht, aber der Buchstabe tötet. Wir untersuchen, wie er den Geist als ethischen Kompass versteht und was hilft, mit dieser Freiheit und Verantwortung umzugehen.
Wichtige Bibelstellen:
Hesekiel 36,26: 26 Ich will euch ein anderes Herz und einen neuen Geist geben. Ich nehme das versteinerte Herz aus eurer Brust und gebe euch ein lebendiges Herz. 27 Mit meinem Geist erfülle ich euch, damit ihr nach meinen Weisungen lebt, meine Gebote achtet und sie befolgt.
Jer 32:39 Ich, Gott, werde es bewirken, dass sie nur eins im Sinn haben und nur eins erstreben: mich allezeit zu fürchten, ihnen und ihren Kindern zum Guten. Jer 32:40 Und ich werde einen ewigen Bund mit ihnen schließen, dass ich nie aufhören werde, ihnen Gutes zu tun. Ich lege ihnen Ehrfurcht vor mir ins Herz, sodass sie sich nicht mehr von mir abwenden.
Gal 5:16 Lasst den Geist ´Gottes` euer Verhalten bestimmen, dann werdet ihr nicht mehr den Begierden eurer eigenen Natur nachgeben. …. Gal 5:18 Wenn ihr aber aus der Kraft des Geistes lebt, seid ihr den Forderungen des Gesetzes nicht länger unterworfen.
Gal.5,22 Die Frucht hingegen, die der Geist Gottes hervorbringt, besteht in Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, 23 Rücksichtnahme und Selbstbeherrschung.

Dec 23, 2016
Dec 23, 2016
19 min
In dieser Folge unterbreche ich das Thema Ethik und Moral für ein Weihnachtsspecial: ich beleuchte die historische Situation zur Zeit der Geburt Jesu, besonders König Herodes und erkläre, was Herodes mit dem heutigen Terror zu tun hat, der im Moment bei so vielen Angst und Schrecken auslöst.
Viele Fakten verdanke ich einem Vortrag von Professor Siegfried Zimmer. An dieser Stelle sei der Podcast von Worthaus, in dem viele Vorträge von Siegfried Zimmer veröffentlicht werden wärmstens empfohlen: www.worthaus.org

Dec 14, 2016
Dec 14, 2016
16 min
Um richtiges Verhalten definieren zu können, braucht es Ethik, nicht Moral! In diesem Podcast geht es um das erste ethische Prinzip, das uns hilft, Moral abzuleiten. Was sind die grossen Werte, Prinzipien und Leitgedanken, die uns helfen, zu jeder Zeit richtiges Verhalten definieren zu können? Darf man die Gebote zusammenfassen? Könnte man sogar auf die Gebote verzichten und trotzdem das Richtige tun?
Hier die Bibelstellen und Texte des Podcast:
- «Es ereignete sich, dass ein Nichtjude vor Schammai trat und zu ihm sprach: ‹Mache mich zum Juden unter der Bedingung, dass du mich die ganze Thora, also das gesamte Gesetz lehrst, während ich auf einem Fuss stehe.› Da stiess Schammai ihn fort und jagte ihn aus dem Lehrhaus.
Darauf kam der Nichtjude zu Hillel und dieser machte ihn zum Juden und sprach zu ihm: ‹Was dir nicht lieb ist, das tue auch deinem Nächsten nicht an. Das ist die ganze Thora und alles andere ist nur die Erläuterung; geh und lerne.›» - Rabbi Hillel fasst die ganze Thora in einem Satz zusammen, nämlich im Liebesgebot.
- Mt.22,37 Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben, von ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken!´38 Das ist das erste und wichtigste Gebot. 39 Ein weiteres ist genauso wichtig: `Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.´40 Alle anderen Gebote und alle Forderungen der Propheten gründen sich auf diese beiden Gebote.«
- Mt.7,12: 12 So wie ihr von den Menschen behandelt werden möchtet, so behandelt sie auch. Denn das ist die Botschaft des Gesetzes und der Propheten."
- Röm.13,9: Ihr kennt die Gebote: »Brich nicht die Ehe, morde nicht, beraube niemand, blicke nicht begehrlich auf das, was anderen gehört.« Diese Gebote und alle anderen sind in dem einen Satz zusammengefasst: »Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst.« 10 Wer liebt, fügt seinem Mitmenschen nichts Böses zu. Also wird durch die Liebe das ganze Gesetz erfüllt.
- Jak.2,8 Wirklich gut handelt ihr, wenn ihr dem königlichen Gebot unseres Herrn gehorcht, wie es in der Schrift steht: »Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.«
- Kirchenvater Augustinus: dilige et quodvis fac / "Liebe und tu, was du willst."

Dec 5, 2016
Dec 5, 2016
20 min
Wir möchten wissen, was richtig und falsch ist. Was gilt, was darf ich und was nicht? Für viele Christen ist die Bibel wie eine Ampel, die mir in meinem Alltag immer sagt, was ich zu tun habe und was zu lassen. Je nach Thema steht sie auf rot oder auf grün. Aber was, wenn die Bibel gar nichts zu bestimmten Themen sagt? Wie handle ich dann? Was, wenn es mehrere Ampeln zu einem Thema gibt? Und warum überfahren wir so viele rote Ampeln in der Bibel, ohne Gewissensbisse zu haben? Ich denke die Bibel will keine Ampeln liefern, sondern unsere Fahrschule sein. Wir brauchen nicht noch mehr Moral, sondern Ethik. Und was ist der Unterschied zwischen beiden?
Link zu den 613 Geboten der Thora:http://www.jewfaq.org/613.htm

Nov 21, 2016
Nov 21, 2016
20 min
Ein Vers, der gerne in konservativen Kreisen zitiert wird stammt aus 1.Tim.2: "Frauen dürfen nicht lehren noch sich über den Mann erheben." Was seit Jahrhunderten dafür herhalten muss, Frauen das Predigen zu verbieten, untersuche ich genauer und zeigt auf, warum diese Auslegung nicht nur inkonsequent ist, sondern auch ein grosses Missverständnis.

Nov 8, 2016
Nov 8, 2016
20 min
Wenn nicht alles in der Bibel Ansicht Gottes ist, warum steht es dann in der Bibel? Was ist Gottes Absicht dahinter? Anhand der Entwicklung des Vergeltungsgesetzes soll deutlich werden, dass die Bibel eine Entwicklung zu einem erneuerten Gottesbild, veränderten Glaubensvorstellungen und reiferem Bewusstsein abbildet. Nur wenn die Bibel authentisch dokumentiert, wo der Glaube und die Gottesvorstellungen der Menschen herkommen, können wir diese Entwicklung sehen und die Möglichkeit zu eigenen Entwicklungen erkennen.

Nov 2, 2016
Nov 2, 2016
18 min
Alles in der Bibel ist Absicht Gottes, aber nicht alles in der Bibel ist Ansicht Gottes. Mit dieser steilen These befasst sich diese Episode von Movecast. Wie gehen wir mit Textstellen um, die offensichtlich nicht der Ansicht Gottes entsprechen und warum sind sie dann in der Bibel? Was sollen antike Vorstellungen in der Bibel und wie ordnen wir sie ein?
